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BACON lässt die Bilderwelten des gegenständlichen Malers Francis Bacon in tänzerischer Form aufleben. Mal malerisch verfeinert, von wilder Schönheit erfüllt, dann wieder bestialisch aggressiv, erforscht Nanine Linning mit ihrem Tanzensemble die Gefühlswelten, die seinen Bildern zugrunde liegen.

DUSK, ein Ort der Dämmerung. Für die Dauer eines Augenblicks verdichten sich Empfindungen. Rühren an die Pole des Gefühls. Ein Schwellenzustand. Zwischen Halten und Loslassen ringen Ende und Neubeginn. Mit DUSK kreiert Nanine Linning ein Tanzstück in seiner reinsten Form. Auf die Essenz konzentriert, vertraut es ganz dem intuitiven Wissen des Körpers. Berührt eine Erahnung des Unumgänglichen, erzählt von Abschied und Übergang.

BACON lässt die Bilderwelten des gegenständlichen Malers Francis Bacon in tänzerischer Form aufleben. Mal malerisch verfeinert, von wilder Schönheit erfüllt, dann wieder bestialisch aggressiv, erforscht Nanine Linning mit ihrem Tanzensemble die Gefühlswelten, die seinen Bildern zugrunde liegen. 

In Silver entwirft Choreografin Nanine Linning zusammen mit ihren zwölf Tänzern ein dystopisches Zukunftsszenario, in dem Mensch und Maschine kaum noch voneinander zu unterscheiden sind.
Linning’s Khôra übersetzt Platons Entstehungsmythos in ein eindrucksvolles Tanzereignis, in dem das Spiel der Elemente nicht nur in einer explosiven Körpersprache und mitreißender Musik seine Entsprechung findet, sondern auch in spektakulären Kostümen, kunstvoll inszenierten Lichteffekten und Projektionen sowie einem innovativen Bühnenkonzept, das es möglich macht alle fünf Sinne des Zuschauers individuell anzusprechen.
Nanine Linning choreographiert dem Stück The Black Painting, einen Teil des Programms Infinity.Im Zeichen der Acht: In der achten Saison der Theaterhaus-Company präsentiert Eric Gauthier erstmals einen gemischten Abend mit sage und schreibe acht Stücken, davon vier Uraufführungen. Daher auch der Titel – inspiriert durch die liegende Acht als Symbol der Unendlichkeit. Infinity stehtfür das Unbegrenzte, die zahllosen Spielarten von Tanz. Das neue Programm will das Publikum mitnehmen – in die wunderbaren Weiten des Tanz-Universums. Ähnlich wie bei Future 6 enthält das Line-up wieder ausgesprochen klangvolle Namen. Vertreten sind diesmal sämtliche Künstlergenerationen. Entsprechend heben sich die einzelnen Stücke stark voneinander ab, stilistisch ebenso wie durch die Besetzungen.
Die Bildwerke des Malers Hieronymus Bosch betören und erschrecken zugleich: monströse Fabelwesen durchstreifen die Welt unter loderndem Himmel und vollenden der Menschen dunkles Schicksal. Im Übergang vom Mittelalter zur Renaissance bannte Bosch die Hoffnungen und Ängste seiner Mitmenschen in eine faszinierende Farbigkeit und legte Zeugnis ab von der Zerrissenheit des menschlichen Seins – eines Seins in Zeiten des Wandels zwischen den Trümmern des Vergangenen und der Dämmerung einer ungewissen Zukunft.
Mit ihrer ersten Heidelberger Tanzoper Echnaton setzt Nanine Linning temporeich und stimmgewaltig ihre spartenübergreifende Arbeitsweise fort. Philip Glass’ 1984 in Stuttgart uraufgeführte Oper (engl. Titel: »Akhnaten«) skizziert den Auf- und Untergang des ägyptischen Herrschers aus dem 14. Vorchristlichen Jahrhundert.
Zoom in! Menschen unter sich, einander nah und doch so fern, sie umkreisen sich im Spiel von Nähe und Distanz. Zoom in! Körper verschmelzen und lösen sich im sehnenden Verlangen nach Einheit und Harmonie. Zoom in! Anfang vom Ende: Als kleiner Riss beginnt, was auseinander reißt – und wieder kommt die Angst zurück, gänzlich allein zu bleiben.
Die Menschheit, die Natur, die Erde taumeln auf ihr Ende zu – die Apokalypse wird immer wieder neu prophezeit. Der Mensch bittet zum letzten Tanz und sieht den Untergang in naher Zukunft liegen, doch die Erde dreht sich und die Planeten kreisen.
Die Erde weint. Die sich auftürmenden Probleme dieser Welt können wir nicht länger wegschieben, weit von uns, in Raum und Zeit. Die Mensch- heit würgt sich selbst und nimmt sich den eigenen Atem für die Zukunft. Unsere innere Stimme wird von der Voice Over des Kommerz, der Me- dien und der Politik übertönt. Die Folge ist eine Selbstvergiftung des ge- schlossenen Systems, genannt Gesellschaft.
Leben und Tod bedingen und vernichten sich zu gleich. Sie sind eine unauflösliche Einheit und absolute Gegensätze. In der Uraufführung von Nanine Linning sollen diese Antipoden in der tänzerischen Umsetzung sinnlich greifbar werden. Im ersten Teil formieren sich die Mitwirkenden des Ensembles auf der Hinterbühne des Theaters zu lebenden Skulpturen, zwischen denen die Zuschauer hin- und herwandern können. Im zweiten Teil lösen sich die Skulpturen auf und lassen zum Requiem von Gabriel Fauré eine tänzerische Ode an das Leben erwachsen.
Nanine Linning inszenierte mit Madama Butterfly ihre erste Oper, doch geht es ihr nicht darum, Opernregie im klassischen Sinne zu betreiben. Vielmehr experimentierte sie gemeinsam mit Sängern und Tänzern, um neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden und eine Form zu kreie- ren, die weit darüber hinausgeht, eine Oper mit Tanzeinlagen zu sein, sondern die vielmehr ein neues Ganzes aus den Möglichkeiten beider Sparten zusammenfügt.
Die ergreifende dritte Symphonie des polnischen Komponisten Henryk Mikolay Górecki bildet in Kombination mit Videoinstallationen und einer Live-Kamera den visuellen Hintergrund, vor dem sich der heftige Streit abspielt, den die Tänzer austragen, um dann zu Einem zu verschmelzen.
Der extreme Wille, sich von jemandem loszureißen, und gleichzeitig das Verlangen, miteinander zu verschmelzen – ein wiederkehrendes Dilemma im Leben. Im Mittelpunkt von SYNTHETIC TWIN stehen siamesische Zwillinge als eine Metapher dafür, zusammen ein Ganzes und unzertrennlich zu sein. Nanine Linning ist fasziniert von diesen Menschen, die eigentlich Zwei in Einem sind. Sind sie aber EIN Ganzes, wo sie doch zwei Köpfe haben und von zwei Gedankenwelten erfüllt sind?
Dolby meint wörtlich Lärmreduzierung. Menschen bestimmen unsere Umgebung. Sehnsuchtsvoll suchen wir nach einander, aber dann brechen wir aus dieser Beziehung aus und wollen als besondere, eigenständige Menschen angesehen werden. Dieser Konflikt zwischen dem Einzelnen und der Gruppe ist das Thema von Dolby. Wenn der Druck zu groß wird, suchen wir nach "Lärmreduktion".
Cry Love beschreibt sehr unterschiedliche, fast gegensätzliche, aber grundlegende menschliche Gefühle. Es gibt einerseits den Kampf auf der Bühne zwischen den Menschen, aber auch den inneren Kampf der einzelnen Personen. Es gibt einerseits das Verlangen nach Dominanz, dann aber sehen wir auch die Verletzlichkeit der zunächst so stak Scheinenden.